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Ada

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Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identitä Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater – aber dann kommt alles anders.


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Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identitä Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater – aber dann kommt alles anders.

30 review for Ada

  1. 4 out of 5

    Booklunatic

    4 sehr gute Sterne Kam für mich an den Vorgänger nicht ganz heran, was aber auch schwer war. Die kürzeren Teile, die in der Gegenwart spielten, haben sich für mich nicht so richtig stimmig eingefügt. Dennoch sehr lesenswert und ich habe mir auch diesmal wieder diverse Zitate angestrichen.

  2. 4 out of 5

    Mybellelibrary

    Ada kam im Februar 1945 in Leipzig zur Welt und wanderte in ihrem zweiten Lebensjahr mit ihrer Mutter nach Buenos Aires aus. Als sie sieben Jahre später in die BRD zurückkehren, ist alles fremd und eigentlich sehnt Ada sich nur nach einer heilen Familie. Inmitten von einschneidenden historischen Ereignissen versucht die junge Frau sich selbst und die Vergangenheit zu entschlüsseln. Christian Berkels Roman „Ada“ wird auf der Rückseite des Buches mit den Worten „Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68e Ada kam im Februar 1945 in Leipzig zur Welt und wanderte in ihrem zweiten Lebensjahr mit ihrer Mutter nach Buenos Aires aus. Als sie sieben Jahre später in die BRD zurückkehren, ist alles fremd und eigentlich sehnt Ada sich nur nach einer heilen Familie. Inmitten von einschneidenden historischen Ereignissen versucht die junge Frau sich selbst und die Vergangenheit zu entschlüsseln. Christian Berkels Roman „Ada“ wird auf der Rückseite des Buches mit den Worten „Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt“ beworben und so erhoffte ich mir ein Buch über eine starke, junge Frau - eine Geschichte, die inspiriert und bewegt. Doch leider fand ich das in „Ada“ gar nicht. Vorweg sei gesagt, der Autor hat einen wirklich angenehmen Schreibstil und das Buch lies sich dadurch wirklich gut und schnell lesen. Die grundlegende Stimmung, gerade in den Szenen, in denen die großen historischen Ereignisse im gespaltenen Deutschland thematisiert wurden, hat er auch sehr greifbar dargestellt. Doch ich konnte dem Buch leider ansonsten nicht viel positives abgewinnen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Ada geschildert und dass ein männlicher Autor aus Sicht einer jungen Frau schreibt, hat hier nach meinem Empfinden einfach nicht sonderlich gut funktioniert. Bei Beschreibungen der ersten Periode mit „[…] als ich mich umdrehte und auf meinem Stuhl einen roten Fleck sah, eine kleine Lache Blut, die mich höhnisch angrinste“ oder „Feuer der Scham“ und „Wie ein Unwetter war es hereingebrochen.“ konnte ich nur augenrollend dasitzen. Auch die Veränderung von Adas Körper und ihre Gedanken in der Pubertät, ihr erstes Mal und die Thematik Abtreibung wurden für mich völlig unauthentisch besprochen. Das Buch bedient sich ständig irgendwelchen Klischees, sei es der asiatische Nachbar mit starkem Akzent, die Frauen im Allgemeinen oder DDR-Bürger*innen. Die Themen, die hinten im Klappentext abgedruckt sind, wären so interessant und haben viel mehr Platz in Büchern verdient, aber leider waren sie hier nicht zentrales Thema. Viel mehr ging es um Adas Entwicklung, aber auch hier ist plätschert die Geschichte meist nur vor sich hin, sodass ich lange nicht wusste, wohin der Autor eigentlich will. Das Buch kommt zurück in den öffentlichen Bücherschrank in der Hoffnung, dass es jemand anderen mehr begeistern kann als mich.

  3. 5 out of 5

    Cindy

    Abgebrochen. Es kommt nicht oft vor, dass mich stört, wenn ein Mann aus der Ich-Perspektive einer Frau erzählt. Hier hat es mich zunehmend gestört. Schade.

  4. 4 out of 5

    Syndala

    Das Thema des Buches versprach durchaus interessant und spannend zu werden. Jedoch hat mich die Erzählung aus dem Leben von Ada von Beginn an nicht wirklich mitgerissen. Die Protagonistin Ada war mir vom ersten Moment an absolut unsympathisch, was sich im Verlaufe des Buches eher noch verschlimmerte, statt sich zu verbessern. Ihre Handlungen erschienen mir zu keinem Zeitpunkt wirklich nachvollziehbar, eher schien mir der Großteil ihres Tuns von absolutem Desinteresse geprägt zu sein. Ada wächst m Das Thema des Buches versprach durchaus interessant und spannend zu werden. Jedoch hat mich die Erzählung aus dem Leben von Ada von Beginn an nicht wirklich mitgerissen. Die Protagonistin Ada war mir vom ersten Moment an absolut unsympathisch, was sich im Verlaufe des Buches eher noch verschlimmerte, statt sich zu verbessern. Ihre Handlungen erschienen mir zu keinem Zeitpunkt wirklich nachvollziehbar, eher schien mir der Großteil ihres Tuns von absolutem Desinteresse geprägt zu sein. Ada wächst mit dem Schweigen der Generation der Eltern auf. Zwar wird sie immer wieder hellhörig und neugierig, wenn Andeutungen auf den Krieg gemacht werden und die Vergangenheit erwähnt wird. Jedoch traut sie sich zu keinem Zeitpunkt der Geschichte ihre Eltern oder andere Erwachsene danach zu fragen. Auch auf anderem Wege versucht sie nicht an diese Informationen zu kommen. Immer wieder betont Ada, dass sie sich überhaupt nicht für Politik interessiert bzw. begeistern kann. Trotzdem landet sie immer wieder auf politischen Demos. Mir kam es auch so vor, als würde Ada nicht wirklich gut beschrieben. Ich habe immer noch keine tieferen Einsichten in ihre Gefühlswelt oder ihren Charakter, nicht einmal etwas über ihre Hobbies oder Interessen weiß ich. Für einen Protagonisten ist das nicht wirklich wünschenswert. Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos, wodurch sich das Buch zügig lesen lässt. Die Handlung an sich hat keine größeren Höhen und Tiefen, sondern plätschert die ganze Zeit nur vor sich hin, bevor sie dann am Ende einfach abbricht. Auch werden keine der Fragen die im Verlaufe des Buches aufgeworfen werden abschließend beantwortet.

  5. 4 out of 5

    Hazlewood95

    Meinung: Mit großen Erwartungen bin ich an diesen Roman herangegangen, da mich der Schreibstil des Autors bereits in einer Leseprobe absolut in seinen Bann ziehen konnte. Und so war es dann auch innerhalb der Geschichte, denn die große Stärke des Schriftstellers Christian Berkel liegt definitiv darin, Gefühle und Atmosphäre auf das Blattpapier zu bringen, authentisch, schnörkellos und dabei trotzdem literarisch ansprechend, so lässt sich sein Stil wohl ganz gut beschreiben. Doch wie kommt es nun, Meinung: Mit großen Erwartungen bin ich an diesen Roman herangegangen, da mich der Schreibstil des Autors bereits in einer Leseprobe absolut in seinen Bann ziehen konnte. Und so war es dann auch innerhalb der Geschichte, denn die große Stärke des Schriftstellers Christian Berkel liegt definitiv darin, Gefühle und Atmosphäre auf das Blattpapier zu bringen, authentisch, schnörkellos und dabei trotzdem literarisch ansprechend, so lässt sich sein Stil wohl ganz gut beschreiben. Doch wie kommt es nun, dass mich dieses Buch dennoch nicht gänzlich von sich überzeugen konnte? Für mich war die Handlung und ihre Charaktere leider in einen sehr langatmigen Kontext gesetzt, wodurch mir dieses Buch unendlich dick erschien. Für mich wollte sich kein richtiger Sog und kein wahres Interesse an der Geschichte und den Beteiligten einstellen. Dennoch ein solides Buch, welches aber nicht an den Debütroman herankommt.

  6. 4 out of 5

    Marion

    3,5 Sterne. Für mich kommt "Ada" nicht ganz an Berkels Erstlingswerk "Der Apfelbaum" ran, in dem es um Adas Mutter Sala geht, deren Geschichte ich einfach an sich interessanter fand. Auch die Verknüpfung mit der Gegenwart/jüngeren Vergangenheit fand ich da spannender, in "Ada" waren dies tatsächlich die Parts, die mir am wenigsten gefallen haben. Ada ist meiner Meinung nach keine eindeutige Sympathieträgerin, sie blieb mir seltsam fremd; und doch fesselte mich ihr Schicksal und machte mir die Ges 3,5 Sterne. Für mich kommt "Ada" nicht ganz an Berkels Erstlingswerk "Der Apfelbaum" ran, in dem es um Adas Mutter Sala geht, deren Geschichte ich einfach an sich interessanter fand. Auch die Verknüpfung mit der Gegenwart/jüngeren Vergangenheit fand ich da spannender, in "Ada" waren dies tatsächlich die Parts, die mir am wenigsten gefallen haben. Ada ist meiner Meinung nach keine eindeutige Sympathieträgerin, sie blieb mir seltsam fremd; und doch fesselte mich ihr Schicksal und machte mir die Geschichte einer ganzen Generation bewusst - ein Themengebiet, mit dem ich mich zugegebenermaßen noch nicht allzu häufig beschäftigt habe. Ein wieder mal gelungenes literarisches Werk - Berkel ist eindeutig nicht einfach nur einer jener Schauspieler, die auch mal ein Buch schreiben (lassen), sondern hat wirklich ein Talent für kunst- und anspruchsvolles Erzählen auf hohem sprachlichen Niveau. (Kleiner Kritikpunkt am Hörbuch: obwohl Christian Berkel einer meiner liebsten Sprecher ist und er auch hier wieder wundervoll gelesen hat, hätte es diesem Buch gut getan, es von einer Frau einlesen zu lassen, da die Geschichte aus Adas Perspektive erzählt wird.)

  7. 5 out of 5

    Lesebiene

    Meine Meinung: Vor einem Jahr habe ich den Debütroman von Christian Berkel gelesen und war so überrascht, wie qualitativ hochwertig und literarisch dieses Buch war und ich war voller Begeisterung für diesen Roman. Und genauso erging es mir auch mit seinem neuen und zweiten Roman "Ada", welcher in meinen Augen nochmals besser ist und für mich definitiv ein Jahreshighlight darstellt. Denn der Schriftsteller schafft es eine historisch interessante Geschichte zu erzählen, die dabei so feinfühlig und za Meine Meinung: Vor einem Jahr habe ich den Debütroman von Christian Berkel gelesen und war so überrascht, wie qualitativ hochwertig und literarisch dieses Buch war und ich war voller Begeisterung für diesen Roman. Und genauso erging es mir auch mit seinem neuen und zweiten Roman "Ada", welcher in meinen Augen nochmals besser ist und für mich definitiv ein Jahreshighlight darstellt. Denn der Schriftsteller schafft es eine historisch interessante Geschichte zu erzählen, die dabei so feinfühlig und zart geschrieben ist und dennoch in vielen Passagen eine solche Wucht im Wort und Gefühl entwickelt, dass man dieses Buch einfach unglaublich gespannt und gerne liest. Sein Schreibstil ist dabei sehr versiert und gekonnt und besitzt erneut einen sehr ambitionierten literarischen Stil, der es mit dieser Literarität allerdings nie übertreibt und nie den Blickwinkel für das Wichtige vergisst, nämlich auf die Charaktere und eine tolle und reflektierte Handlung. Hierbei bilden die Handlung und die Charaktere eine perfekte Symbiose, in der jede Komponente voneinander getragen wird und gerade dadurch zu begeistern weiß. Denn in diese Charakterzeichnung kann man sich als Leser nur verlieben! Mein Fazit: Ein großartiger zweiter Roman, der für mich nochmals besser war, als Christian Berkels Debütroman!

  8. 5 out of 5

    Malie Datua

    Es geht in Chritian Berkels Ada um Selbstfindung und Identitätssuche in der noch jungen Bundesrepubublik. Wirtschaftswunder, Mauerbau, 68-er Bewegung. Eine Zeit der großen Umbrüche mit und in welchen Ada ihren Platz finden muss. Ada wird 1945 in Leipzig geborene und ist auf der Suche nach sich selbst, ihrer Familie und ihrem Vater. Wir begleiten sie bis in die 90-er Jahre hinein, mit einem Schwerpunkt auf den 50-er und 60-er Jahren. Der Autor Christian Berkel aus West-Berlin geboren ist einer der Es geht in Chritian Berkels Ada um Selbstfindung und Identitätssuche in der noch jungen Bundesrepubublik. Wirtschaftswunder, Mauerbau, 68-er Bewegung. Eine Zeit der großen Umbrüche mit und in welchen Ada ihren Platz finden muss. Ada wird 1945 in Leipzig geborene und ist auf der Suche nach sich selbst, ihrer Familie und ihrem Vater. Wir begleiten sie bis in die 90-er Jahre hinein, mit einem Schwerpunkt auf den 50-er und 60-er Jahren. Der Autor Christian Berkel aus West-Berlin geboren ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Ada ist die (in sich geschlossene) Fortsetzung des Romans der Apfelbaum und wurde schon für den ersten Roman viel gefeiert. Leider konnte mich der Roman wie ich in der Leseprobe schon vermutet hatte nicht überzeugen. Zu monoton vom Erzählstil für mich, sodass ich nicht gut in einen Lesefluss gefunden habe. Vielleicht hätte es auch besser für mich gepasst, wenn ich den Apfelbaum zuvor gelesen hätte.

  9. 4 out of 5

    Helena

    „Niemand sprach. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, war nichts geschehen. Aber ihre dumpfe Angst, es könnte sich wiederholen, erinnerte sie daran, dass da noch etwas war. Diese Angst wurde zu unserer Mitgift. Auf der Suche nach einem Ventil schleppten wir sie mit uns herum. Unsere Dichtungen waren defekt. Was in uns kochte, schoss eines Tages nach allen Seiten aus uns heraus.“ Als in Berlin die Mauer fällt, ist Ada vierundvierzig Jahre alt, sie hat seit mehreren Jahren ihre Eltern und „Niemand sprach. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, war nichts geschehen. Aber ihre dumpfe Angst, es könnte sich wiederholen, erinnerte sie daran, dass da noch etwas war. Diese Angst wurde zu unserer Mitgift. Auf der Suche nach einem Ventil schleppten wir sie mit uns herum. Unsere Dichtungen waren defekt. Was in uns kochte, schoss eines Tages nach allen Seiten aus uns heraus.“ Als in Berlin die Mauer fällt, ist Ada vierundvierzig Jahre alt, sie hat seit mehreren Jahren ihre Eltern und ihren jüngeren Bruder nicht gesehen. Sie hadert mit ihrer Geschichte, der Vergangenheit ihrer Eltern, über die sie kaum etwas weiß, und mit ihrer eigenen Identität. Sie entscheidet sich schließlich, einen Psychiater aufzusuchen, dem sie ihre Geschichte erzählt. Wir, die Leser, dürfen mitlauschen. Ada beginnt mit ihren ältesten Erinnerungen, die sie im Alter von zwei Jahren hat. Mit ihrer Mutter, Sala, lebt sie in Buenos Aires. Erst im Jahr 1954, als Ada neun Jahre alt ist, kehren beide nach Deutschland zurück. Dort wird sie einem Mann namens Otto vorgestellt, verschwommen erinnert sie sich auch an einen Hannes. Sala und Otto heiraten, bekommen drei Jahre später einen Jungen, der von allen Sputnik genannt wird. Turbulente Jahre folgen, in denen Ada gegen die Eltern, den Staat, die gesellschaftlichen Verhältnisse aufbegehrt; Jahre, die sie u. a. nach Paris und Woodstock führen. „Ada“ ist eine Art Autofiktion und der Folgeband von „Der Apfelbaum“. Die Eltern des Autors sind real, Adas jüngerer Bruder Sputnik ist der Autor selbst. Die Figur der Ada ist dagegen fiktiv. Christian Berkel hat einen älteren Bruder, aber keine Schwester. Wie der Autor in einem Interview begründet, habe er sich für eine weibliche Ich-Erzählerin entschieden, weil er „eine Mutter-Tochter-Beziehung für die komplexeste und spannungsreichste Beziehung innerhalb einer Familienstruktur halte“. Wer „Ada“ gelesen hat, wird dem unweigerlich zustimmen. Die Geschichte hätte mit einem männlichen Protagonisten nicht funktioniert. Viele Ebenen wären dabei verloren gegangen. Christian Berkel tritt in „Ada“ als hervorragender Schriftsteller hervor. Wie er zunächst in die kindliche Psyche eintaucht, ist geradezu entwaffnend echt und treffend: So lernen wir zunächst das Kind kennen, das über eine scharfe Beobachtungsgabe und starkes Empfinden verfügt, dem aber oftmals das tiefere Verständnis für die Geschehnisse fehlt. Die auf diese Weise unweigerlich entstandenen Leerstellen werden von der erwachsenen Ada im Nachhinein auch nicht ausgefüllt, sodass deren Interpretation dem Leser überlassen wird. Ada schildert drastische Situationen und das Gefühl des Verlassenseins. Bereits in dieser Zeit fühlt sie sich von ihrer Mutter oftmals nicht akzeptiert und leidet sehr unter den Trennungen: In Argentinien gibt Sala ihre Tochter in einem Kloster ab und auch später in Deutschland verlässt sie die Familie für mehrere Wochen. Ada fühlt sich weder geliebt noch ernstgenommen. Sie hat ja kaum Vergleichsmöglichkeiten und weiß deshalb nicht, dass in allen Familien geschwiegen wird, erst recht in Bezug auf die Kinder, die man mit der eigenen Vergangenheit nicht belasten will. Auch untereinander reden die Eltern nicht von ihren Erlebnissen. Sala, die aufgrund ihrer halbjüdischen Herkunft in einem Konzentrationslager in Frankreich interniert war, aus dem es ihr gelang zu fliehen, spricht nicht über ihre Erlebnisse. Und Otto, der Frontarzt und mehrere Jahre in russischer Gefangenschaft war, spricht nicht über seine Erlebnisse. Ada kann ihr Schweigen nicht nachvollziehen, denn sie fühlt sich ihrer Herkunft beraubt, die sie für ihr gutes Recht hält. Auch hadert sie mit der Frage, wer ihr leiblicher Vater ist: Ist es tatsächlich Otto oder vielleicht doch Hannes? Immer wieder bedrängt sie ihre Mutter mit der Frage, muss letzendlich aber mit der Ungewissheit darüber weiterleben. Aus Antworten und Erzählungen von ihrem Großvater in Weimar, von ihrer Großtante in Paris und einer alten Freundin ihrer Mutter setzt sich Ada Stück für Stück ein Bild zusammen, das jedoch lückenhaft bleibt. Mit dem Heranwachsen erweitert sich Adas Horizont, doch sie leidet weiterhin an dem Schweigen ihrer Eltern. Nichts lässt sie ungenutzt, um gegen das Leben der Elterngeneration und die Politik des Schweigens aufzubegehren: Von Studentenaufständen über die freie Liebe bis hin zum Drogenrausch – nichts lässt Ada unversucht, um der drückenden Vergangenheit der Eltern zu entfliehen. Doch während sie am Anfang noch hilflos an der Oberfläche kratzt, gelangt sie mit der Zeit zu einem immer tiefer werdenden Verständnis der Dinge. Christian Berkel hat mich mit „Ada“ so sehr begeistern können, dass ich den Vorgängerband unbedingt nachholen möchte und auch den Folgeband nicht verpassen werde. Er hat in seinem Roman nicht nur ein umfangreiches Zeitbild von Mauerbau bis Mauerfall gezeichnet, sondern auch ein bewegendes Einzelschicksal eines der Nachkriegsgeneration angehörenden Individuums geschildert. Die weibliche Stimme hat der Autor dabei so authentisch eingefangen, dass man während der Lektüre immer wieder vergisst, dass es ein Mann ist, der hinter dem Geschriebenen steht. Der Schreibstil ist mal nüchtern und ungeschönt und dann wieder voller Poesie und literarischer Schönheit – aber stets sehr eindringlich!

  10. 4 out of 5

    Susanne Probst

    Zeitgeschichte, Familiengeschichte und Identitätssuche Es geht in „Ada“ um Selbstfindung und Identitätssuche in der noch jungen Bundesrepubublik...in einer Zeit der Umbrüche, in der bedeutende geschichtliche Ereignisse stattfanden: Wirtschaftswunder, Mauerbau, 68-er Bewegung. Die 1945 in Leipzig geborene Ich-Erzählerin Ada ist auf der Suche nach sich selbst, ihrer Familie und ihrem Vater. Wir begleiten sie bis in die 90-er Jahre hinein, mit einem Schwerpunkt auf den 50-er und 60-er Jahren. Bereits Zeitgeschichte, Familiengeschichte und Identitätssuche Es geht in „Ada“ um Selbstfindung und Identitätssuche in der noch jungen Bundesrepubublik...in einer Zeit der Umbrüche, in der bedeutende geschichtliche Ereignisse stattfanden: Wirtschaftswunder, Mauerbau, 68-er Bewegung. Die 1945 in Leipzig geborene Ich-Erzählerin Ada ist auf der Suche nach sich selbst, ihrer Familie und ihrem Vater. Wir begleiten sie bis in die 90-er Jahre hinein, mit einem Schwerpunkt auf den 50-er und 60-er Jahren. Bereits kurz nach ihrer Geburt emigriert ihre jüdische Mutter Sala mit ihr nach Buenos Aires/Argentinien und erst 9 Jahre später kehren sie nach Berlin zurück. Es ist eine Rückkehr in ein fremdes Land, in dem die jüngste Vergangenheit totgeschwiegen wird und in eine kalte, sprachlosen Stadt. Es ist ein Heimkommen zu völlig unbekannten Leuten mit einer Sprache, die sie kaum spricht. Und dann kommt es auch noch zum lang ersehnten Wiedersehen mit ihrem Vater Otto, einem Arzt, den sie bisher nur vom Foto kannte. Die drei ziehen zusammen und versuchen, eine Familie zu werden. Ada hat viele Fragen und fühlt sich mit ihren Sorgen und Nöten alleingelassen. Wie bereits in Argentinien fühlt sie sich nirgends richtig zugehörig. Ada erhält keine Antworten, es wird nicht gesprochen. Sie lernt früh, ihre Angelegenheiten mit sich selbst auszumachen und wirkt, obwohl sie nicht allein ist, manchmal einsam und in mancher Hinsicht heimatlos. Hier zeigt sich die innere Ambivalenz Adas: Einerseits ist sie froh, dass ihr schwer erträgliche Geschichten erspart bleiben, andererseits leidet sie unter dem allgegenwärtigen Schweigen. Die Sprachlosigkeit dieser Zeit und einer Generation wird im Roman wunderbar abgebildet. Darüber hinaus erhält man wunderbare Einblicke in das Leben in Berlin im Nachkriegsdeutschland. In der Geschichte geht es um die Identitätsfindung Adas, für die es unerlässlich ist, dass sie ein Bild von ihrer eigenen Vergangenheit und von ihren jüdischen Wurzeln bekommt. Es geht darum, dass sie ihre Vergangenheit versteht, um ihren Platz in der Gegenwart zu finden. Dabei spielen die Themen Liebe, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Freiheit natürlich durchgehend eine bedeutende Rolle. Mir gefallen Erzählstil und Sprache des Autors. Christian Berkel schreibt sehr gewandt, detailliert und wohlformuliert eine lebendige und spannende Familiengeschichte, die sich an wahren Begebenheiten orientiert und die als wichtiges und interessantes Zeitzeugnis gesehen werden kann. Der melancholisch getönte Roman wirkt ehrlich und reflektiert und wird unaufdringlich in einer schnörkellosen direkten Sprache geschrieben. Obwohl der Roman in einer anderen Zeit spielt und weil es um zeitlose individuelle Themen geht, ist er aufgrund von ähnlichen sozialen, politischen und individuellen Problemen hoch aktuell. Die Protagonisten werden authentisch gezeichnet, deren Handlungen nachvollziehbar geschildert und die meist bedrückende, oft kühle und schweigsame Atmosphäre eindrücklich vermittelt. Was ich (als Psychoanalytikerin) besonders originell und interessant finde, ist, dass wir Adas Geschichte in Rückblenden im Rahmen einer Psychotherapie, die sie Anfang der 90er Jahre macht, erfahren. Vor dem Hintergrund historischer Ereignisse begleiten wir auf diese Weise Ada durch ihre Nachkriegsjugend, in der sie sich nach und nach von ihrer Familie loslöst, erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und Drogen sammelt, in der Studentenbewegung der 60er Jahre mitmischt, ruhelos umherreist und schließlich sogar das legendäre Woodstock-Festival 1969 besucht. Ein bisschen schade sind das recht abrupte Ende und der Zeitsprung zwischen Woodstock und Therapiebeginn, weil wir von der Phase dazwischen kaum bis nichts erfahren und die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu plötzlich endet. Der Roman von Christian Berkel liest sich leicht und flüssig, ist mitreißend, fesselnd und bewegend. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter!

  11. 5 out of 5

    Eva Krafczyk

    Das große Schweigen Sie ist zwar in Deutschland geboren, doch viele Erinnerungen hat Ada nicht, als sie mit ihrer Mutter aus Argentinien nach Berlin zurückkehrt. Der ihr als ihr Vater vorgestellte Mann ist für sie ein Fremder, fremd ist auch die Sprache, die Mentalität, der ganze Alltag. Auf diese Nachkriegskindheit blickt die Titelfigur von Christian Berkels Roman "Ada" als erwachsene Frau zurück, die Mauer ist gerade gefallen, doch sie selbst steckt gerade in einer Sinn- und Lebenskrise, erzähl Das große Schweigen Sie ist zwar in Deutschland geboren, doch viele Erinnerungen hat Ada nicht, als sie mit ihrer Mutter aus Argentinien nach Berlin zurückkehrt. Der ihr als ihr Vater vorgestellte Mann ist für sie ein Fremder, fremd ist auch die Sprache, die Mentalität, der ganze Alltag. Auf diese Nachkriegskindheit blickt die Titelfigur von Christian Berkels Roman "Ada" als erwachsene Frau zurück, die Mauer ist gerade gefallen, doch sie selbst steckt gerade in einer Sinn- und Lebenskrise, erzählt einem Psychiater aus ihrem Leben. Als kleines Kind wollte Ada lange nicht sprechen, in Deutschland ist sie von Schweigen umgeben, wie viele ihrer Generation, die lange nicht einmal wissen, welche Fragen sie eigentlich stellen sollen. Es ist das Leben, die Generation "nach der Sintflut". Die jüngste Vergangenheit ist tabu, als Ada zum ersten Mal von einer Mitschülerin den Namen Hitler hört, kann sie sich nichts darunter vorstellen. Dabei geht es in ihrer Familie nicht einmal um verdrängte Schuld, die man am liebsten vergessen will: Adas Mutter Sala ist Jüdin, auch wenn sie nichts von ihrem Glauben und ihrer Identität an Ada und deren Bruder weitervermittelt. Die unbekannte Großmutter kämpfte als Anarchistin gegen Franco, saß in der Todeszelle, der bisexuelle geliebte Großvater Jean war wegen Homosexualität im Konzentrationslager. Ada erfährt vieles davon erst spät - von einer Tante in Paris, die sie mit zu ihrer ersten Bar Mizwah nimmt, von der Freundin ihrer Mutter, die bei allen Familienkrisen tatkräftig hilft. Nicht nur bei den Täterfamilien wird geschwiegen. Diese Zeit der Verdrängens und Schweigens, der Prüderie und der vielen Tabus zeichnet Berkel in einer oft bedrückenden Atmosphäre. Hinzu kommt bei Ada, aber auch bei ihrer Mutter, das Gefühl der Entwurzelung. Ada weiß lange nicht, in welchem Land sie sich zu Hause fühlen soll, fühlt sich zudem als Kuckuckskind - ist ihr Vater gar nicht ihr biologischer Vater? Sala hingegen ist ruhelos, getrieben, muss aufbrechen. Geht sie wirklich zu einem letzten Abschied nach Buenas Aires, oder geht sie zu dem anderen Mann nach Paris? Darüber grübelt nicht nur Ada. Erste seuxelle Erfahrungen ohne jeglicheAufklärung, festgefahrene Geschlechterverhältnisse und schließlich die Aufbruchsstimmung der 60-er Jahre prägen die zweite Hälfte des Romans. Das Rolling Stones-Konzert im Waldstadion, erste Drogenerfahrungen, ein Hauch von Revolution, und Ada ist mittendrin. Dass aber auch in den angeblich progressiven Wohngemeinschaften das Kloputzen Frauensache sein soll, will sie aber nicht einsehen. Der Tod von Benno Ohnesorg ist ein einschneidendes Erlebnis, in Paris erlebt Ada die Eleganz des Modeateliers ihrer Tante, die jüdische Welt des Marais, die dortige Revolte, doch letztlich bleibt sie eine Suchende, Aufbrechende. Als Zeitgemälde ist "Ada" stimmig,. Bemerkenswert gut kann Berkel seine innere Frau aktivieren und mit Ada eine glaubwürdige Frauenfigur schaffen. Nur am Ende, beim Sprung von den 60-erm in die Gegenwart, verliert das Buch an Stringenz - die Entfremdung Adas und ihrer Familie, die sich einmal mehr in jahrelangem Schweigen ausdrückt, ist schwer nachvollziehbar, die Entwicklung der erwachsenen Frau zu schnell abgehakt, die Auslöser ihrer Lebenskrise bleiben offen - da fehlt die verbindende Klammer zwischen den 50-er und 60-er Jahren und der Zeit nach 1989, hier hätte ich gerne noch einige Lücken aus der Biografie von Ada gefüllt gesehen. Als Familien- und Gesellschaftspsychogramm der frühen Bundesrepublik zwischen Wirtschaftswunder, 68-erGeneration und dem großen Schweigen statt einer echten Vergangenheitsbewältigung spannend zu lesen

  12. 4 out of 5

    Inge Weis

    Die dramatische Liebes- und Familiengeschichte von Ada: Mit ihrer jüdischen Mutter aus Nachkriegsdeutschland nach Argentinien geflohen, vaterlos aufgewachsen in einem katholischen Land, kehrt sie 1955 mit ihrer Mutter Sala nach Berlin zurück. In eine ihr fremde Heimat, deren Sprache sie nicht spricht. Dort trifft sie auf den lange ersehnten Vater Otto, doch das Familienglück bleibt aus. In einer noch immer sehr autoritär geprägten Gesellschaft wächst Adas Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigk Die dramatische Liebes- und Familiengeschichte von Ada: Mit ihrer jüdischen Mutter aus Nachkriegsdeutschland nach Argentinien geflohen, vaterlos aufgewachsen in einem katholischen Land, kehrt sie 1955 mit ihrer Mutter Sala nach Berlin zurück. In eine ihr fremde Heimat, deren Sprache sie nicht spricht. Dort trifft sie auf den lange ersehnten Vater Otto, doch das Familienglück bleibt aus. In einer noch immer sehr autoritär geprägten Gesellschaft wächst Adas Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Die Studentenbewegungen der sechziger Jahre werden ihre Rettung. In Paris lernt sie bei ihrer Tante Lola die Mode- und Kunstwelt kennen. Am Ende steht Woodstock, das für Ada ein dreitägiges mystisches Erlebnis wird, das sie verändert. ...wenn der Leser Ada begegnet, ist die Bundes republik noch jung. Die dunkle Vergangenheit für sie ein verschlossenes Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidene Kapital gerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine verwirrende Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will keine Wunder, sie wünscht eine Familie, sie will endlich ihren Vater, aber dann........kommt alles anders. Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. Vor eben diesem Hintergrund großer historischer Ereignisse erzählt der Autor auch von der Schuld und der Liebe, von der Sprachlosigkeit und der Sehnsucht, vom Suchen und Ankommen – und beweist sich einmal mehr als großer Erzähler. Dieser Roman ist keine leichte Kost, es ist ein grandioser Roman, der virtuos Realität und Fiktion vermischt! Er erzählt Adas Weg, ihre Reise zu sich selbst, von Buenos Aires über Berlin, Paris bis nach Woodstock, in einer vaterlosen Zeit. Er ist eine vielleicht versteckte Biografie, denn Ada erlebt ihre Jugend ungefähr in der Zeit die in die Kindheit des Autors fiel. Ein ungewöhnlich erzählter Roman über eine deutsche Familie, die Glück in einer schwierigen Zeit hatte. So kann es gewesen sein. Nach diesem Roman wird man den Schauspieler mit anderen Augen sehen. Die Wahl seiner Worte ist teils ungewöhnlich, aber wunderbar. Ausgezeichnet und beeindruckend: Das Schicksal von Ada und ihrer Familie. Ein Buch bei dem man mitfühlt, mithofft und das zu Herzen geht, sowohl inhaltlich wie auch sprachlich. Spannende Charaktere in unsteten Zeiten. Eine wahre Familiengeschichte, die tief geht! Wer ein Buch sucht, dass stilistisch aus der Masse heraussticht, findet mit diesem Roman genau das richtige. Ein wunderschönes Buch, selbst wenn mich sein etwas abruptes Ende beinahe hilflos – wie 'den Atem anhaltend' – zurückließ... Aber so fühlt sich echtes Leben erst einmal an, überraschend und kernig! Ein grosser Lesegenuß auf hohem Niveau!!

  13. 4 out of 5

    Milkysilvermoon

    Im Jahr 1945 in Leipzig geboren, hat Ada als Tochter einer Halbjüdin mit ihrer Mutter Sala einen Teil ihrer Kindheit in Argentinien verbracht. Nun ist sie zurück in Berlin, in einem Nachkriegsdeutschland, das ihr fremd ist. Sie sehnt sich nach dem Glück einer vollständigen Familie, nach ihrem Vater Otto. Doch es kommt einiges anders… „Ada“ von Christian Berkel ist ein Roman mit biografischen Bezügen. Meine Meinung: Der Roman besteht aus drei Teilen („Erinnern“, „Wiederholen“ und „Durcharbeiten“), d Im Jahr 1945 in Leipzig geboren, hat Ada als Tochter einer Halbjüdin mit ihrer Mutter Sala einen Teil ihrer Kindheit in Argentinien verbracht. Nun ist sie zurück in Berlin, in einem Nachkriegsdeutschland, das ihr fremd ist. Sie sehnt sich nach dem Glück einer vollständigen Familie, nach ihrem Vater Otto. Doch es kommt einiges anders… „Ada“ von Christian Berkel ist ein Roman mit biografischen Bezügen. Meine Meinung: Der Roman besteht aus drei Teilen („Erinnern“, „Wiederholen“ und „Durcharbeiten“), die wiederum in zumeist recht kurze Kapitel untergliedert sind. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Ada, allerdings nicht durchgängig chronologisch. Zudem gibt es einige Zeitsprünge, die nicht immer leicht zu verfolgen waren. Ein Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1989 bis 1993, ein weiterer auf den 1950er- und 1960er-Jahren. Sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist eindringlich und atmosphärisch, schnörkellos, fast nüchtern, aber auch literarisch anspruchsvoll. Dabei sticht hervor, dass der Roman recht dialoglastig ist. Bei „Ada“ handelt es sich um die Fortsetzung von Berkels Debütroman „Der Apfelbaum“ und den zweiten Teil einer Trilogie. Leider erschließt sich das nicht sofort aus dem Klappentext und der Vermarktung des Titels, sodass ich ohne Kenntnis des Vorgängers in die Lektüre gestartet bin. Das Buch lässt sich zwar auch unabhängig lesen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es für das Verständnis hilfreich gewesen wäre, mit dem ersten Band zu beginnen. Dann hätte sich mir die Geschichte vermutlich leichter erschlossen. Während es im ersten Teil um Otto und Sala geht, die den realen Eltern des Autors nachempfunden sind, steht dieses Mal die Protagonistin Ada im Vordergrund, die jedoch eine fiktive Person ist. Sie wird als vielschichtiger und interessanter Charakter dargestellt. Allerdings wurde ich mit der Figur nicht so recht warm. Thematisch ist der Roman vielfältig und tiefgründig. Vor dem historischen Hintergrund von Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Mauerbau und 68er-Bewegung geht es um die Suche nach Identität, das Schweigen in der Nachkriegszeit, Schuld und Sehnsucht, Heimat und Zugehörigkeit. Damit bietet die Geschichte immer wieder Gedankenimpulse. Es lassen sich zudem Parallelen zu aktuelleren Geschehnissen ziehen. Auf rund 400 Seiten entstehen keine Längen. Jedoch konnte mich die Geschichte nicht so sehr fesseln und bewegen wie gehofft. Das modern anmutende Cover mit dem Frauengesicht spricht mich an und ist treffend gewählt. Dazu passt der wenig originelle, aber sehr prägnante Titel. Mein Fazit: „Ada“ von Christian Berkel ist ein gelungener Roman mit einer interessanten Protagonistin. Eine Lektüre, die mich gut unterhalten, aber nicht restlos begeistern konnte.

  14. 5 out of 5

    Sabrina

    Ada, Jahrgang 1945 erzählt einem Psychologen ihre Geschichte und die beständige Suche nach ihrer Identität. Eine sehr bewegte Geschichte, die in Argentinien, Frankreich, den USA, aber hauptsächlich in Berlin spielt. Es ist zwar die Geschichte Adas, aber diese steht für ihre Generation, zeigt die Folgen des Schweigens der Elterngeneration und zahlreiche historische Momente der Nachkriegsgeschichte. Das Buch hat mich zunächst so überhaupt gar nicht erreichen können. Die schwierige Beziehung zur jüd Ada, Jahrgang 1945 erzählt einem Psychologen ihre Geschichte und die beständige Suche nach ihrer Identität. Eine sehr bewegte Geschichte, die in Argentinien, Frankreich, den USA, aber hauptsächlich in Berlin spielt. Es ist zwar die Geschichte Adas, aber diese steht für ihre Generation, zeigt die Folgen des Schweigens der Elterngeneration und zahlreiche historische Momente der Nachkriegsgeschichte. Das Buch hat mich zunächst so überhaupt gar nicht erreichen können. Die schwierige Beziehung zur jüdischen Mutter und dann noch die Geschichte mit dem Vater haben mich einfach nicht erreicht. Gestört haben mich auch manche Zeitsprünge und Wesenszüge mancher Personen – beides stilistisch wahrscheinlich sinnvoll, aber irgendwie nicht so gelungen für mich. Viel schwerwiegender jedoch: Ada war mir zu suspekt, ihre Art irgendwie zu sperrig und in Teilen hat sich das auch durch das komplette Buch gezogen, doch irgendwann – nach einer Reise nach Berlin (keine Ahnung, ob es da einen Zusammenhang gibt, aber irgendwie fühlt es sich so an), hat mich das Buch schon gefesselt, als hätte jemand den Schalter umgelegt. Die Geschehnisse waren plötzlich greifbarer und interessanter – Ada mitten in einer Demonstration zu erleben und die Geschehnisse z.B. um Ohnesorg aus ihrer Sicht zu erleben war schon irgendwie ergreifend und fesselnd. Hier offenbaren sich die Konflikte und Kommunikationsschwierigkeiten der Generationen sehr genau Insgesamt fällt mir die Wertung schon schwer, da der Anfang so gar nicht meins war, später die Geschichte aber relativ fesselnd wirkte - wenngleich auch da immer wieder Momente dabei waren, die mich einfach nicht ganz überzeugt haben. Teils waren mir auch die Zeitsprünge zu groß und das Ende hat mich – wie der Anfang – nicht überzeugt. Der Schreibstil als solcher ist sehr ansprechend, die Atmosphäre wird gut eingefangen und die Geschehnisse von der Nachkriegszeit bis zum Mauerfall werden gelungen in die Geschichte eingewoben. Ich hatte „Der Apfelbaum“ vorher nicht gelesen, weil ich zunächst keinen unmittelbaren Zusammenhang sah und vielleicht hätte ich mehr Verständnis für manche Verhaltensweisen der Elterngeneration aufgebracht, so aber ging es auch. Ich bin so zwiegespalten, dass ich nicht mal sicher bin, ob ich das Buch nun empfehlen soll oder nicht.

  15. 4 out of 5

    Sylvia Hertel

    Von Abschied und Schweigen In seinem großen Erfolgsroman „Der Apfelbaum“ erzählte Christian Berkel die Geschichte seiner Mutter Sala. In seinem neuen Roman „Ada“ führt er die Geschichte mit Ada, der Tochter von Sala fort. Die Geschichte beginnt an dem Tag des Mauerfalls. Ada sitzt im Theater, ihr Bruder steht auf der Bühne. Sie hatte ihren Bruder 5 Jahre lang nicht mehr gesehen, sie hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Als die Grenzöffnung verkündet wird verliert sie ihren Bruder aus den Augen. Von Abschied und Schweigen In seinem großen Erfolgsroman „Der Apfelbaum“ erzählte Christian Berkel die Geschichte seiner Mutter Sala. In seinem neuen Roman „Ada“ führt er die Geschichte mit Ada, der Tochter von Sala fort. Die Geschichte beginnt an dem Tag des Mauerfalls. Ada sitzt im Theater, ihr Bruder steht auf der Bühne. Sie hatte ihren Bruder 5 Jahre lang nicht mehr gesehen, sie hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Als die Grenzöffnung verkündet wird verliert sie ihren Bruder aus den Augen. Ada beschließt eine Therapie zu machen um mit sich ins Reine zu kommen, mit der Vergangenheit abzuschließen. Ab hier erinnert sich Ada rückwirkend an ihre Kindheit und Jugend. Im Herbst 1954 kehren Sala und Ada aus Buenos Aires nach Deutschland zurück. Das Land kommt Ada schmutzig vor, zu sehr sind noch die Kriegsauswirkungen zu sehen. Von Hamburg reisen die Beiden weiter nach Berlin wo sie sich niederlassen. Im Leben ihrer Mutter gibt es 2 Männer, Hannes und Otto. Sala heiratet Otto und so werden sie eine kleine Familie. Nur ist Otto auch wirklich ihr Vater? Darüber herrscht Schweigen wie über so vielen Dingen. Ada versucht immer wieder mehr von Sala zu erfahren doch über der Vergangenheit liegt der Schleier des Schweigens. Auch von Abschied wird das Leben von Ada beherrscht. Abschied von Buenos Aires, Abschied von ihrer Freundin Uschka, Abschied von ihrer ersten Liebe und Abschied von ihrer Familie. Christian Berkel erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Adas Sicht. Der Autor findet eindrucksvolle Worte und vermittelt dem Leser das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein. Als höre er Ada zu, als erzähle sie ihm persönlich ihr Leben. In der Erzählung ist auch sehr viel Zeitkolorit enthalten. Sei es das 1. Konzert der Rolling Stones auf der Waldbühne in Berlin oder die Aufstände der 68er Revolution. Auch diese Szenen erlebt der Leser hautnah mit. „Ada“ ist ein beeindruckender Roman von Christian Berkel und kann unabhängig vom ersten Buch gelesen werden. Es wird noch einen 3. Band geben, wird da vielleicht der Bruder von Ada, den alle immer Sputnik genannt haben im Mittelpunkt stehe? Ich freue mich schon jetzt darauf.

  16. 4 out of 5

    Kristall86

    Klappentext: „Mit ihrer jüdischen Mutter aus Nachkriegsdeutschland nach Argentinien geflohen, vaterlos aufgewachsen in einem katholischen Land, kehrt sie 1955 mit ihrer Mutter Sala nach Berlin zurück. In eine ihr fremde Heimat, deren Sprache sie nicht spricht. Dort trifft sie auf den lange ersehnten Vater Otto, doch das Familienglück bleibt aus. In einer noch immer sehr autoritär geprägten Gesellschaft wächst Adas Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Die Studentenbewegungen der sechziger Klappentext: „Mit ihrer jüdischen Mutter aus Nachkriegsdeutschland nach Argentinien geflohen, vaterlos aufgewachsen in einem katholischen Land, kehrt sie 1955 mit ihrer Mutter Sala nach Berlin zurück. In eine ihr fremde Heimat, deren Sprache sie nicht spricht. Dort trifft sie auf den lange ersehnten Vater Otto, doch das Familienglück bleibt aus. In einer noch immer sehr autoritär geprägten Gesellschaft wächst Adas Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Die Studentenbewegungen der sechziger Jahre werden ihre Rettung. In Paris lernt sie bei ihrer Tante Lola die Mode- und Kunstwelt kennen. Am Ende steht Woodstock - ein dreitägiges mystisches Erlebnis, das Ada verändert.“ Christian Berkel scheint am Schreiben großen Gefallen gefunden zu haben und das ist auch gut so! Nach seinem Debüt „Der Apfelbaum“ kommt nun „Ada“ daher. Wir erleben in diesem Buch eine Reise die einem fast den Atem stocken lässt. Berkel führt unheimlich gefühlvoll aber auch mit gewissem Tempo durch die Geschichte und lässt dabei seine Protagonisten unheimlich tiefgründig werden. So tiefgründig, das einem als Leser, das Buch noch sehr lange in Erinnerung bleibt, es nachhallt. Eigentlich ist das schon das beste Kompliment was man einem Autor nur machen kann aber es gibt noch mehr zu berichten. Berkel analysiert unheimlich detailliert die damalige Zeit und versucht dem Leser ein Abbild zu liefern, welches im sehr gut gelingt. Aber auch Ada wächst einem ans Herz. Ihr Leidensdruck ist unendlich und es tut einem manchmal schon selbst weh beim lesen, wie sehr sie nach Heimat und Geborgenheit sich sehnt, nach einer Mitte für sich selbst. Ada findet verschiedene Haltepunkt und sammelt dadurch Erfahrungen die ihr Leben verändern. Diese Buch ist, mal wieder, eine großartige Geschichte, aus der Feder von Christian Berkel - 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

  17. 4 out of 5

    karinasophie

    Ada ist quasi der zweite Teil zu "der Apfelbaum" von Christian Berkel. Im Apfelbaum geht es um die Mutter von Ada, und in Ada geht es um Ada selbst. Also kann man diesen Roman auch lesen, wenn man den Apfelbaum nicht gelesen hat - sowie ich. Ich mochte den Schreibstil von Herrn Berkel gerne verfolgen. Er ist ruhig und flüssig, bildlich und kann die Emotionen der Figuren glaubhaft wiedergeben. Die Geschichte selbst hat ein interessantes Grundgerüst. Ada erzählt innerhalb einer Therapiesitzung ihrem Ada ist quasi der zweite Teil zu "der Apfelbaum" von Christian Berkel. Im Apfelbaum geht es um die Mutter von Ada, und in Ada geht es um Ada selbst. Also kann man diesen Roman auch lesen, wenn man den Apfelbaum nicht gelesen hat - sowie ich. Ich mochte den Schreibstil von Herrn Berkel gerne verfolgen. Er ist ruhig und flüssig, bildlich und kann die Emotionen der Figuren glaubhaft wiedergeben. Die Geschichte selbst hat ein interessantes Grundgerüst. Ada erzählt innerhalb einer Therapiesitzung ihrem Therapeuten über ihr Leben. Ada verbringt ihre ersten Lebensjahre gemeinsam mit ihrer Mutter in Argentinien. Es passieren einschneidende Lebensereignisse und Adas Mutter entschließt sich gemeinsam mit ihrer Tochter zurück nach Deutschland zu ziehen. In Deutschland angekommen versucht Ada sich dann selbst zu finden. Sie rebelliert in ihrer Jugend ein wenig und beschäftigt sich viel mit der Frage wer ihr eigentlicher Vater ist. Adas Mutter hat jüdische Wurzeln. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Thema noch ein wenig präsenter in der Geschichte besprochen wird. Allgemein hat mich die Geschichte nicht vollends überzeugt. An sich ist die Grundgeschichte interessant, jedoch hatte die Mitte einige Längen und Adas rebellische Phase konnte mich in ihrer Umsetzung nicht richtig überzeugen. Ob ich den Apfelbaum noch lesen werde weiß ich nicht, jedoch werde ich das nächste Buch von Christian Berkel mit Sicherheit lesen und bin gespannt in welche Geschichte er einen dann entführen wird. Mein Fazit: Interessante Familiengeschichte, welche mir vielleicht einfach nicht gelegen hat.

  18. 5 out of 5

    Valerie

    Das Schweigen der Nachkriegszeit „Niemand sprach. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, war nichts geschehen. Aber ihre dumpfe Angst, es könnte sich wiederholen, erinnerte sie daran, dass da noch etwas war. Diese Angst wurde zu unserer Mitgift. Auf der Suche nach einem Ventil schleppten wir sie mit uns herum.“ Ada wird 1945 geboren. Kurz nach dem Krieg flüchtet ihre Mutter mit ihr nach Argentinien, wo sie in Buenos Aires aufwächst. Die Mutter schlägt sich mit verschiedenen Jobs durch. Sie Das Schweigen der Nachkriegszeit „Niemand sprach. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, war nichts geschehen. Aber ihre dumpfe Angst, es könnte sich wiederholen, erinnerte sie daran, dass da noch etwas war. Diese Angst wurde zu unserer Mitgift. Auf der Suche nach einem Ventil schleppten wir sie mit uns herum.“ Ada wird 1945 geboren. Kurz nach dem Krieg flüchtet ihre Mutter mit ihr nach Argentinien, wo sie in Buenos Aires aufwächst. Die Mutter schlägt sich mit verschiedenen Jobs durch. Sie sprechen Spanisch. Ada kennt nichts anderes. Bis sie mit 9 Jahren nach Deutschland zurückkehren. In das ihr fremde Land, zu diesen schweigenden, verschlossenen Menschen, die eine fremde Sprache sprechen. Nur schleppend findet sie in Berlin Anschluss. Langsam lernt sie Deutsch. Schließlich taucht auch ihr vermeintlicher Vater auf, mit dem sie von nun an zusammenwohnen. Bald bekommt sie einen kleinen Bruder… Das Buch beschreibt Adas Suche nach sich selbst in einer Welt, in der das Schweigen dominiert. Vieles wird Ada verschwiegen. Informationen, die sie für ihr Selbstbild brauchen würde. Und so entwickelt sie sich zum rebellierenden Teenager. Sie wächst im Nachkriegsberlin auf, erlebt die Mauer, den kalten Krieg, zieht vorübergehend nach New York City. Viele Umwege, über die sie hofft, ihre Familie wiederzufinden. Der Schreibstil ist beschreibend, teils sehr poetisch und flüssig. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, einer Frau zuzuhören. Immer wieder gibt es Zeitsprünge, die für mich jedoch Sinn machten und mich nicht weiter störten. Ich habe das Lesen sehr genossen und bin gern in Adas Geschichte eingetaucht. Ein sehr gut geschriebenes, interessantes Buch.

  19. 5 out of 5

    Loralai

    Beginne ich doch mit dem Cover, auf welcher die Nahaufnahme einer jungen Frau zu sehen ist. Den Blick kann ich weiterhin nicht zu 100% deuten, aber er passt sehr gut zu der Geschichte von Ada. Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch lässt sich gut lesen. Es gibt keine unnötigen Längen, die unangenehm werden. Alles findet seinen Platz und ich fühlte mich zum Teil etwas beklommen. Das Buch setzt in der Nachkriegszeit an, Adas Geschichte beginnt in Buenos Aires und ihrem Umzug (Rückkehr für di Beginne ich doch mit dem Cover, auf welcher die Nahaufnahme einer jungen Frau zu sehen ist. Den Blick kann ich weiterhin nicht zu 100% deuten, aber er passt sehr gut zu der Geschichte von Ada. Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch lässt sich gut lesen. Es gibt keine unnötigen Längen, die unangenehm werden. Alles findet seinen Platz und ich fühlte mich zum Teil etwas beklommen. Das Buch setzt in der Nachkriegszeit an, Adas Geschichte beginnt in Buenos Aires und ihrem Umzug (Rückkehr für die Mutter) nach Deutschland, wo das junge Mädchen mit dem Schweigen einer Generation konfrontiert wird. Sie versucht sich selber zu finden, ohne sich je irgendwo dazugehörig zu fühlen. Ada ist neugierig, aber sie traut sich nicht zu fragen und bei manchen Dingen stellt sie fest, dass es sie gar nicht interessiert. Es gibt keinen großen Höhepunkt in welchem irgendetwas ex- oder implodiert. Es ist eine Erzählung, in welcher Ada ihre Vergangenheit verarbeitet und für ihre Eltern und deren Generation Verständnis sucht. Oder Anklage. Durch das Buch zieht sich das Schweigen, Kommentare, Schuld, Anklage und sehr viel Geschichte zu der Bewegung der Jugend in den 50ger und vor allem 60ger Jahren.

  20. 5 out of 5

    Nil

    Berkel schreibt so beeindruckend, dass ich immer noch oft an sein durchschlagenes Debüt denken muss „Der Apfelbaum“. Und nun legt er nach mit „Ada“. Auch dieser Text hat wieder diese Sogwirkung uns auch hier bin ich mir sicher, dass ich noch oft an Ada und die Menschen denken werde, die hier erfunden wurden. So real, so berührend. In diesem Roman war es beispielsweise die folgende Stelle, die mich beeindruckt hat: "Auf den Tag folgt die Nacht, ohne Teufel kein Gott. Die Konstruktion ist konsequen Berkel schreibt so beeindruckend, dass ich immer noch oft an sein durchschlagenes Debüt denken muss „Der Apfelbaum“. Und nun legt er nach mit „Ada“. Auch dieser Text hat wieder diese Sogwirkung uns auch hier bin ich mir sicher, dass ich noch oft an Ada und die Menschen denken werde, die hier erfunden wurden. So real, so berührend. In diesem Roman war es beispielsweise die folgende Stelle, die mich beeindruckt hat: "Auf den Tag folgt die Nacht, ohne Teufel kein Gott. Die Konstruktion ist konsequent." Toll, oder? Schnell ist der Leser in der Geschichte eingetaucht, denn der Text ist mit der vielen wörtlichen Rede sehr agil. Und doch bleibt der Roman sehr tiefgründig und detailliert in der Analyse vergangener Zeiten. Unweigerlich muss man an die Lebensgeschichte seiner Frau, Andrea Sawatzki, denken. Denn zum einen ist ihr das Buch gewidmet und es gibt vorab einen Hinweis, dass dies ein fiktionaler Roman ist. Aber klar, sie hat man vor Augen, wenn man Ada liest, aber sie ist es nicht. Der Leser betrachtet die Welt aus Adas Augen und wir spüren mit ihr nach wie sie zu dem wurde was sie ist. Intensiv - gut.

  21. 5 out of 5

    Katrin Faulhammer

    Nach Apfelbaum ist Ada, Christians Berkel zweiter Roman. Und wieder ist ihm eine Mischung aus autobiographischen Elementen und Roman gelungen. Allerdings mit der Pointe, das in der Annahme Christian Berkels Mutter die Figur Sala verkörpert in der Realität der Autor einen Bruder hat und keine Schwester, wie ich einem Interview entnehmen konnte, also ein gewisser Gegenentwurf.  Ada handelt wie der Name schon sagt, von Ada, geboren 1945, wächst sie zunächst in Buenos Aires auf, bevor sie mit ihrer M Nach Apfelbaum ist Ada, Christians Berkel zweiter Roman. Und wieder ist ihm eine Mischung aus autobiographischen Elementen und Roman gelungen. Allerdings mit der Pointe, das in der Annahme Christian Berkels Mutter die Figur Sala verkörpert in der Realität der Autor einen Bruder hat und keine Schwester, wie ich einem Interview entnehmen konnte, also ein gewisser Gegenentwurf.  Ada handelt wie der Name schon sagt, von Ada, geboren 1945, wächst sie zunächst in Buenos Aires auf, bevor sie mit ihrer Mutter Sala zurück nach Berlin geht und Otto auftaucht. Doch welche Rolle spielt Otto, ist es ihr leiblicher Vater? Und immer wieder taucht auch der Name Hannes auf, aber welchen Zusammenhang gibt es hier?   Wir begleiten Ada ihrer Entwicklung bis in das Jahr 1968. Es ist teilweise ein wenig Coming Age Roman, wo man Ada als Teenager erlebt, später aber auch mit starken historischen Punkten wie der 68er Bewegung oder Woodstoock. Ich habe das Buch mit ein wenig Unterbrechung gelesen, fand aber das letzte Drittel durchaus fesselnd.   Der Roman ist wieder eine spannende Familiengeschichte mit historischen Elementen und hat mir gut gefallen, gemessen am Sogfaktor und Gesamteindruck, kommt das Buch an den Apfelbaum aus meiner Sich nicht ganz ran, aber ich bin gespannt auf den dritten Roman, der denk ich 2022 erscheint. 

  22. 5 out of 5

    yellowdog

    vielschichtig Christian Berkels autofiktionaler Roman zeigt das Leben in Deutschland in den fünfziger und sechziger Jahren. Dabei sind die Lebensstationen offenbar real an Berkels Familiengeschichte ausgerichtet, so heißt auch Berkels Mutter Sala und hat die gleichen Erfahrungen gemacht. Der später geborene Sohn Sputnik hat schon früh ein Interesse an Schauspielerei und vermutlich ist er somit Berkels Ebenbild. Aber die Figur Ada ist anscheinend fiktiv und exemplarisch. Adas Lebens ist beeinflusst v vielschichtig Christian Berkels autofiktionaler Roman zeigt das Leben in Deutschland in den fünfziger und sechziger Jahren. Dabei sind die Lebensstationen offenbar real an Berkels Familiengeschichte ausgerichtet, so heißt auch Berkels Mutter Sala und hat die gleichen Erfahrungen gemacht. Der später geborene Sohn Sputnik hat schon früh ein Interesse an Schauspielerei und vermutlich ist er somit Berkels Ebenbild. Aber die Figur Ada ist anscheinend fiktiv und exemplarisch. Adas Lebens ist beeinflusst von Geschehnissen der Vergangenheit, über die geschwiegen wurde. Ihre jüdischen Wurzeln mütterlicherseits ist sie sich wenig bewusst. Der Roman ist vielschichtig, reißt einige Themen an und zeigt viel von Deutschland.Es ging mir beim Lesen dann auch so, dass mich manche Passagen sehr interessierten, andere weniger. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Zu vermuten und zu wünschen ist ein Buch, in dem Berkels Leben selbst erzählt wird.

  23. 4 out of 5

    Angelika

    Zum Inhalt: Ada, geboren 1945 erzählt ihrem Psychologen die Geschichte ihres Lebens, immer auf der Suche nach ihrer Identität. Sie kann sich an sehr vieles erinnern, auch sehr viel historisches findet sich in der Erzählung. Wie wurde Ada wer sie ist. Meine Meinung: Bei der Bewertung des Buches bin ich schon ein wenig hin und her gerissen. Ich finde den Schreibstil des Buches sehr gelungen. Der Autor kann schon hervorragend mit Worten umgehen. Die Geschichte der Ada fand ich in Teilen auch durcha Zum Inhalt: Ada, geboren 1945 erzählt ihrem Psychologen die Geschichte ihres Lebens, immer auf der Suche nach ihrer Identität. Sie kann sich an sehr vieles erinnern, auch sehr viel historisches findet sich in der Erzählung. Wie wurde Ada wer sie ist. Meine Meinung: Bei der Bewertung des Buches bin ich schon ein wenig hin und her gerissen. Ich finde den Schreibstil des Buches sehr gelungen. Der Autor kann schon hervorragend mit Worten umgehen. Die Geschichte der Ada fand ich in Teilen auch durchaus sehr interessant, besonders bekannte historische Fakten. Womit ich mich extrem schwer getan habe, waren z. B. die Zeitsprünge. Auch fehlten teilweise ganze Zeiten, was natürlich ein Stilmittel sein kann, aber schon verwirrt. Ich habe das Buch schon interessiert gelesen, hab mich aber am Ende gefragt, was mir das Buch jetzt sagen soll. Aber gut, unterhalten habe ich mich dennoch. Fazit: Wie sie wurden was sie sind

  24. 5 out of 5

    janasbuecherwelt

    Meine Meinung: „Ada“ ist für mich das erste Buch des Autors. Mit hohen Erwartungen durch den Klappentext und ein paar sehr guten Rezensionen habe ich dieses Buch begonnen. Mich hat von der ersten Seite an gestört, dass ein männlicher Autor aus der Ich-Perspektive einer Frau schreibt. Habe dieses allerdings zunächst auch versucht auszublenden. Im Laufe der Geschichte musste ich des Öfteren stark schlucken, und mich entscheiden zwischen weinen oder lachen vor Traurigkeit. Der Autor beschreibt eini Meine Meinung: „Ada“ ist für mich das erste Buch des Autors. Mit hohen Erwartungen durch den Klappentext und ein paar sehr guten Rezensionen habe ich dieses Buch begonnen. Mich hat von der ersten Seite an gestört, dass ein männlicher Autor aus der Ich-Perspektive einer Frau schreibt. Habe dieses allerdings zunächst auch versucht auszublenden. Im Laufe der Geschichte musste ich des Öfteren stark schlucken, und mich entscheiden zwischen weinen oder lachen vor Traurigkeit. Der Autor beschreibt einige Themen (Periode, Abtreibung, Frauenbild), die meiner Meinung nach sehr realitätsfern dargestellt wurden. Der Roman spielt zu einer Zeit, in der man eventuell so gehandelt hatte, dennoch sind sicher auch Punkte dabei, die zu der spielenden Zeit genauso waren wie zur heutigen bzw des Zeitpunkts des Schreibens der Geschichte. Thematisch hätte die Geschichte so gut gefüllt werden können, meiner Meinung nach passt auch der Klappentext wenig zum Inhalt des Romans. Um aber auch noch etwas positives zu sagen: der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen.

  25. 4 out of 5

    Inge H.

    Eine interessante Zeitreise Der Schauspieler Christian Berkel ist auch ein guter Schriftsteller. Mit dem Roman „Ada“ ist ihm eine brillante Geschichte gelungen, die er hervorragend erzählt. Ich wurde in die Geschichte hineingezogen. 1989 kam Die 44jährige Ada nach Berlin und versucht ihren Bruder zu finden und sich mit ihm zu versöhnen. . Das ist gerade der Tag des Mauerfalls. Aus ihren Erinnerungen erfahren wir ihren Lebensweg. Ada ist 1945 geboren, ihre Mutter zog mit ihr nach Argentinien. Sie kommt Eine interessante Zeitreise Der Schauspieler Christian Berkel ist auch ein guter Schriftsteller. Mit dem Roman „Ada“ ist ihm eine brillante Geschichte gelungen, die er hervorragend erzählt. Ich wurde in die Geschichte hineingezogen. 1989 kam Die 44jährige Ada nach Berlin und versucht ihren Bruder zu finden und sich mit ihm zu versöhnen. . Das ist gerade der Tag des Mauerfalls. Aus ihren Erinnerungen erfahren wir ihren Lebensweg. Ada ist 1945 geboren, ihre Mutter zog mit ihr nach Argentinien. Sie kommt dann wieder nach Berlin, als der Vater aus der Gefangenschaft kam. Man erfährt Adas Eindrücke über die junge Bundesrepublik. Ihre Jugendjahre konnte ich gut nachvollziehen. Ich wurde in die Geschichte hineingesogen. Es werden gut die historischen Zeiten beschrieben. Ada ist eine Frau der Zeit mit zerrissenen Vergangenheit. Das Buch ist eine gute Lektüre und ich möchte es gerne empfehlen.

  26. 4 out of 5

    Cathrin

    Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich das erste Buch des Autoren sehr gut fand, an den Inhalt konnte ich mich aber praktisch gar nicht erinnern. So dauerte es auch eine ganze Weile, bis ich verstanden hatte, dass dieses Buch quasi eine Fortsetzung darstellt. Erst als die ungewöhnlichen Namen Sala und Iza auftauchten klingelte etwas in meinem Gedächtnis. Wie schon beim Vorgänger hatte ich auch diesmal etwas Schwierigkeiten einen Einstieg zu finden, nachdem ich aber erstmal in den Lesefluss ge Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich das erste Buch des Autoren sehr gut fand, an den Inhalt konnte ich mich aber praktisch gar nicht erinnern. So dauerte es auch eine ganze Weile, bis ich verstanden hatte, dass dieses Buch quasi eine Fortsetzung darstellt. Erst als die ungewöhnlichen Namen Sala und Iza auftauchten klingelte etwas in meinem Gedächtnis. Wie schon beim Vorgänger hatte ich auch diesmal etwas Schwierigkeiten einen Einstieg zu finden, nachdem ich aber erstmal in den Lesefluss gefunden hatte, empfand ich die Erzählung abermals als sehr angenehm zu lesen. Wenn ich das Geschehen richtig interpretiere, handelt es sich bei der Ich-erzählenden Protagonistin Ada um die fiktive Schwester des Autoren. Ein sehr ungewöhnlicher, aber interessanter Ansatz, der insgesamt gut gelungen erscheint, auch wenn des Buch für mich nicht ganz an das erste herankommt.

  27. 4 out of 5

    Annette

    "Ich war kein argentinisches Mädchen geworden, kein deutsches Kind, keine brave Tochter, die ihren Eltern Freude bereitete, keine junge Frau, die auf eigenen Wegen wandelte. Es war mir nicht gelungen, mich anzupassen, aber auch im Widerstand war ich gescheitert. Ich suchte so lange nach dem Bett, in das ich passte, bis ich keinen Schlaf mehr fand." Ada ist die Geschichte einer 1945 im nazionalsozialistischen Deutschland geborenen und teilweise in Argentinien aufgewachsenen Frau, die ihr Leben lan "Ich war kein argentinisches Mädchen geworden, kein deutsches Kind, keine brave Tochter, die ihren Eltern Freude bereitete, keine junge Frau, die auf eigenen Wegen wandelte. Es war mir nicht gelungen, mich anzupassen, aber auch im Widerstand war ich gescheitert. Ich suchte so lange nach dem Bett, in das ich passte, bis ich keinen Schlaf mehr fand." Ada ist die Geschichte einer 1945 im nazionalsozialistischen Deutschland geborenen und teilweise in Argentinien aufgewachsenen Frau, die ihr Leben lang auf der Suche nach ihrer Identität, ihrem Vater, Liebe, Anerkennung und einem Sinn in ihrem Leben ist und auf ihrer Suche nach Antworten nur allzu oft auf Leere und Schweigen seitens ihrer Eltern stösst, die lieber vergessen und verdrängen statt Klarheit zu schaffen. Sehr einfühlsam erzählter Roman vor dem Hintergrund historischer Ereignisse.

  28. 5 out of 5

    Lisa Marie

    Wie schon bei "Der Apfelbaum" ist Christian Berkel hier ein wunderbares Buch gelungen, dass ein persönliches Schicksal mit den Wirren der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert verbindet. Da es sich bei "Ada" um eine Fortsetzung handelt, ist es empfehlenswert "Der Apfelbaum" zuerst zu lesen, um der Story besser folgen zu können. Mir persönlich gefällt der zeitliche Hintergrund im ersten Buch etwas besser, dennoch ist "Ada" ein wunderbares Werk, was mit seiner Sprache und der detaillreichen Ausg Wie schon bei "Der Apfelbaum" ist Christian Berkel hier ein wunderbares Buch gelungen, dass ein persönliches Schicksal mit den Wirren der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert verbindet. Da es sich bei "Ada" um eine Fortsetzung handelt, ist es empfehlenswert "Der Apfelbaum" zuerst zu lesen, um der Story besser folgen zu können. Mir persönlich gefällt der zeitliche Hintergrund im ersten Buch etwas besser, dennoch ist "Ada" ein wunderbares Werk, was mit seiner Sprache und der detaillreichen Ausgestaltung seiner Charaktere besticht. Ich freue mich schon sehr auf weitere Werke des Autors.

  29. 5 out of 5

    Louisa

    Worum geht es? Mitten im Wirtschaftswunder wächst Ada, in einer vom Krieg gezeichneten Familie auf. Doch die Erinnerungen sind vom Schweigen dominiert und Ada sucht ohne diese nach ihrer Identität, nach ihrem Vater und nach einer 'normalen' Familie. Alles vor der Hintergrund der umwälzenden Ereignisse der jungen Bundesrepublik. Lieblingszitate: "Niemand sprach. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, war nichts geschehen."; "Das Schweigen der Nachkriegszeit deckte nicht nur die Erinnerungen Worum geht es? Mitten im Wirtschaftswunder wächst Ada, in einer vom Krieg gezeichneten Familie auf. Doch die Erinnerungen sind vom Schweigen dominiert und Ada sucht ohne diese nach ihrer Identität, nach ihrem Vater und nach einer 'normalen' Familie. Alles vor der Hintergrund der umwälzenden Ereignisse der jungen Bundesrepublik. Lieblingszitate: "Niemand sprach. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, war nichts geschehen."; "Das Schweigen der Nachkriegszeit deckte nicht nur die Erinnerungen zu, es erstickte auch unsere Jugend." Meine Meinung: "Ada" von Christian Berkel, ist direkt beim lesen, auf die Liste meiner Lesehighlights dieses Jahres gerückt. Bereit sein erster Roman "Der Apfelbaum" hat mich mit seiner ehrlichen, direkten und augewählten Sprache überzeugt. Diesen Sinn für Worte beweist Berkel auch in diesem Roman wieder. So beschreibt der Autor eindrücklich, wie Ada mit der Vergangenheit ihrer Familie kämpfen muss, obwohl sie diese nicht kennt, weil sie verschwiegen wird und niemand darüber sprechen will. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass wichtige Ereignisse der frühen Bundesrepublik, aber auch spätere Ereignisse wie beispielsweise der Mauerfall eingebaut wurden, ohne dass dies deplatziert oder unmöglich wirkte. Der Leser fühlt sich in die Zeit zurückversetzt und kann gemeinsam mit Ada dafür kämpfen, ihre Identät zurückzuerlangen. So hat mir auch der Aufbau des Buches gefallen und der Ansatz, dass Ada bei einer Therapie über ihre Vergangenheit rekapituliert. Meine Bewertung: Deshalb gebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen.

  30. 4 out of 5

    Estrelas

    „Ada“ ist die in Romanform verfasste Fortsetzung der in „Der Apfelbaum“ begonnenen Familiengeschichte des Autors Christian Berkel. Er erzählt aus Sicht der weiblichen Hauptfigur Ada authentisch vom Ankommen im Nachkriegsdeutschland (nach der Flucht ins Ausland), der Jugend in den 60er Jahren bis zur Feier nach dem Mauerfall. Wie ein roter Faden zieht sich dabei Adas Suche nach Identität durch das Buch, ihre Fragen nach der Herkunft, das Verstehen der Geschehnisse während des Krieges, das die Schi „Ada“ ist die in Romanform verfasste Fortsetzung der in „Der Apfelbaum“ begonnenen Familiengeschichte des Autors Christian Berkel. Er erzählt aus Sicht der weiblichen Hauptfigur Ada authentisch vom Ankommen im Nachkriegsdeutschland (nach der Flucht ins Ausland), der Jugend in den 60er Jahren bis zur Feier nach dem Mauerfall. Wie ein roter Faden zieht sich dabei Adas Suche nach Identität durch das Buch, ihre Fragen nach der Herkunft, das Verstehen der Geschehnisse während des Krieges, das die Schicksale ihrer Eltern prägte. Vergleichsweise, trotz einiger aufregender Situationen, ist Adas Leben leicht, denn es gibt keine Bomben, keine Lager, keine Verfolgung. Dadurch wirkt der zweite Teil vielleicht etwas weniger intensiv als der erste, und dennoch verzaubert er mit einer wunderbaren Sprache und den Ecken und Kanten seiner Figuren. Ich empfehle, die Bücher nacheinander zu lesen, um ihre Entwicklung mitzuerleben, und sie zu lesen empfehle ich sowieso.

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